Gewässernamen

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    • Ich habe noch einen Sonderfall vergessen:
      1. Fische von Fundorten aus Madagaskar: ? ? ? (Französisch und Malagasy sind Amtssprachen, Englisch war es bis zu einem Verfassungsreferendum im Nov. 2010 auch, dessen Rechtmäßigkeit jedoch von der Opposition bestritten wird...)
      Im Zweifelsfall kann das aber unser Bedotia-Experte Christophe festlegen.

      Gut, nach Peters sehr guten Erklärungen müsste eigentlich nichts geändert werden, die Excel-Liste wird zukünftig 1 oder 2x pro Jahr gem. neuer Fundortnamen-Richtlinien nicht nur von Johannes sondern auch von Hans und ggfs. Gilbert, Kadarusman etc. mit den eigenen Funden aktualisiert und von Peter (oder mir) in die Stammdatenbank eingepflegt. Fundortkoordinaten kann man vorerst unter "Bemerkungen" eintragen. Zweifelsfreie alte "Synonyme" Datensätze könnte man sofort als "veraltet" kennzeichnen und rel. schnell "bereinigen" andere noch solange stehenlassen bis alles geklärt ist.

      Der Vorschlag mit den neuen Fundortnamen-Richtlinien mit Beispielen werden im nächsten Regenbogenfisch erläutert (von Hans), dazu kommt von Peter eine Liste mit denjenigen aktuellen Datensätzen, die "veraltete Synonyme" haben (nach den Aktualisierungen von Hans und Johannes und Gilbert..., das kann jetzt losgehen, Peter könnte die Liste zur Aktualisierung verschicken, von Harro OK), + weitere Erläuterungen dazu von mir, damit jeder Bescheid weiss und evtl. Einwände/Korrekturen einbringen kann. Nach der JHV könnte man die ersten veralteten Namen für die Bearbeitung sperren und "Bereinigungen" durchführen etc. Die Ländergruppenleiter bekommen dann je einen Auszug aus der Datenbank mit den Datensätzen für ihre Gruppe als Basis für ihre Gruppenlisten, damit auch dort die alten Namen verschwinden.

      Übrigens sollten weiterhin 1-2 charakteristische Fotos pro Art zur Verfügung gestellt werden, (ist ja teilweise schon vorhanden und bei der Anzeige der Artnamen eingebaut). Weiterer Ausbau mit umfangreichen Artbeschreibungen etc. sollten wir vielleicht nachfolgenden Generationen überlassen... vielleicht reicht auch einfach ein Link oder Hinweis zu vorhandener Literatur.
      Grüße,
      Dirk
    • Fischartenliste aktualisieren

      Hallo zusammen,

      aus meiner Sicht kann man mit der Überarbeitung der Fischartenliste beginnen. Schwerpunkt sollten die neuen Arten sein, welche nächstens im Hobby zu erwarten sind. Denn diese müssen für die IRG-Mitglieder, welche ihren Bestand registrieren möchten, vorgängig eingepflegt sein. Gröbere Anpassungen könnten dann im Herbst und nach Info im Regenbogenfisch durchgezogen werden.

      Folgendes Vorgehen schlage ich vor: Hans nimmt die gestern von mir erstellte Fischartenliste und ergänzt die neuen Arten. Persönliche Kommentare bei vorhandenen Einträgen einfach unter "Bemerkung" festhalten, ebenso wie vorhandene GPS-Koordinaten, Vorschlag eines neuen Namens oder andere Angaben. Neue Arten als neue Zeile hinten einfügen. Diese neuen wie auch geänderte Zeilen bitte farblich markieren. Hans schickt die Liste dann an Johannes, welcher die weiteren Anpassungen vornimmt, ev. unter Rücksprache mit Michael, Gilbert oder anderen Beteiligten. Johannes schickt die Liste dann zum Aktualisieren der Datenbank an mich.

      Wenn ich die Liste bis Ende Mai erhalte, können wir das (jeweils von Gerd erstellte) Bestands-Erfassungsformular ergänzen und ausgedruckt an die JHV mitnehmen. An der Börse neu erstandene Arten können also bereits auf dem Formular angekreuzt werden.

      Sollten zusätzliche Arten an der JHV auftauchen, kann ich diese auch vor Ort aufnehmen. Es gibt Mitglieder, welche ihre neuen Fische direkt an der JHV online in der Bestandsdatenbank erfassen...

      Viele Grüsse
      Peter
    • Hallo

      Da wurde eine rege Diskussion in Gang gebracht. An sich ist die Idee nicht schlecht und für Indonesien und Australien einfach um zu setzen. In Papua Neuguinea sieht es ein klein wenig anders aus. Schuld daran ist immer noch eine Sprachvielfalt, die sonst wohl nirgens auf der Welt anzutreffen ist.

      Erste Amtssprache ist englisch und rührt noch von den Kolonialmächten her. Auch die Australier haben ihre Spuren hinterlassen. Man hört es am Dialekt sehr deutlich. Zwei weitere Sprachen haben eine weitere Verbreitung gefunden. Zum einen Tok Psin, eine Art Kreolensprache und zum anderen Hiri Mutu. Diese Sprache wurde früher hauptsächlich vom Militär und der Politei verwendet. Darüber hinaus bin ich auf weitere Sprachen gestossen. Unter anderem Dani, Enga, Ekari und Unserdeutsch. Vereinzelt trifft man immer noch auf Stammesangehörige die die deutsche Sprache etwas pflegen, wenn auch durch eigene Wörter ergänzt.

      Aber diese Sprachvielfalt führt immer wieder zu Konflikten und so kann es schon einmal passieren das vorallem kleinere Flüsse ihren Namen ändern. GPS-Daten sind in der heutigen Zeit unabdingbar, nur veröffentlichen möchte sie kaum ein Biologe. Grund hierfür sind in zunehmenden Maße einfallende Tierfänger, meist Reptilianer, die ganze Populationen zerstört haben. Auch wir hatten unten schon so einen Vorfall, bei dem heilige Frösche über Nacht verschwunden sind (die sitzen in den USA und nur rund 50 Tiere sind der Bestand dieser Art auf einem Territorium von 300 m²). Die Einheimischen suchen die Schuld dann oftmals bei den Forschern. Mißtrauen ist dann an der Tagesordnung und das wiederum erschwert die Arbeit der Leute vor Ort.

      Wir haben für unsere Biotope Codes festgelegt. Einige Gewässer hatten auch keine Namen, weil es für die Einheimischen nur unnütze Rinnsale waren.

      Ein weiteren Aspekt sollten wir aber in Zukunft auf die Zusammenlegung von Fundortvarianten verwenden. Oftmals haben wir aus dem gleichen Flußsystem von einer Art mehrere Populatinen. Die Unterschiede im Aussehen sind oft marginal. Ich würde soetwa als eine natürliche Streung oder Variabilität ansehen. Wir kennen so etwas von Glossolepis dorityi. Johannes konnte nachweisen das es die von H.Bleher aussortierten Fische mit dem roten Fleck auf dem Kieendeckel in allen Biotopen gibt. Ich selbst hatte dieser Tage auch soetwas erkannt. Derzeit bemühe ich mich Melanotaenia duboulayi "Maroochy River" mit dem letzten verbliebenen Paar zu retten. Dann habe ich bei Gerd die Snapper Creek entdeckt, der wiederum nur ein Nebenfluss des Maroochy ist. Und was soll ich sagen: Unterschied gleich Null, vieleicht ein bisschen satter in der Farbe, aber meine Tiere sind auch 7 Jahre alt. Es sei ihnen gestattet etwas blasser zu sein, wer weiß wie wir aussehen wenn wir alt sind. Ich selbst habe mit meinen Mitsreitern einen Chilatherina fasciata an vielen Punkten im gesamten Sepik und Ramu gefangen. Nach dem Fang sahen alle unterschiedlich aus. Vor allem die aus dem Blue- und Clearwater Creek waren beim Fang graublau. Viele der Fische sitzen jetzt auf gleichen Wasserwerten und sehen gar nicht mehr so verschieden aus. Auch hier ist es eine gewisse Variation, die von unterschiedlichen Lebensräumen her rührt.

      Ich denke es wird einen viel größeren Disskusionsbedarf geben als wir das derzeit erahnen können. Wir sollten es aber annehmen und nicht den Kopf in den Sand stecken. Evolution lebt von Veränderungen und dies fortwährend.

      Gruß Micha
      Grüße vom Regenbogen
      Rainbow´s World
    • Fischnamen nach Fundort

      Moin,

      nach reiflicher Überlegung möchte ich vorschlagen, die Benamung wieder etwas zu vereinfachen: Es wird für den "täglichen Gebrauch" an den Artnamen nur der Fundort angehängt (ohne die zusätzliche Spezifikation Bach, Dorf, See etc.).

      Also z.B. Melanotaenia boesemani "Kromsa".

      Dies gilt Gespräche, für Listen etc.

      Wenn man in Texten über die Art schreibt kann man ja bevorzugt lang ausschreiben: ...der Melanotaenia boesemani aus dem Sungai Kromsa ... oder ...der M. boesemani vom Fundort Sungai Kromsa...

      Nach meinen Beobachtungen gab es schon Verwirrungen ob nun Sungai oder Kali, auch Verwechselungen Sungai mit Danau etc., auch im täglichen Gespräch mit anderen Regenbogenfischfreunden wird praktisch nur der Ortsname selbst verwendet. Weiterhin wird im deutschen auch nur der Ortsname selbst verwendet (Er kommt aus Hamburg (ohne Stadt), er kommt aus der Elbe (ohne Fluss)). Etwas anderes scheint das im Englischen zu sein, da ist Creek oder River oft untrennbarer Teil des Namens, da müsste das dann bestehen bleiben (analog zu Bodensee, da kann man das "see" ja auch nicht weglassen)? evtl. wäre dies auch der Fall beim Sentanisee (Danau Sentani)? Es ist komplizierter als zunächst gedacht... :S

      Wie dem auch sei, wir werden mit Peter (endlich) demnächst die Liste mit den zu verwendenden Namen und Synonymen aktualisieren und in der Bestandsdatenbank auf irg-schweiz.ch hinterlegen. Und wir werden dann in der Redaktion die Namen so verwenden.
      Grüße,
      Dirk
    • Moin Dirk,


      ich finde es schon besser wenn ich im Namen schon erkennen kann ob es sich um einen See, Fluss oder Dorf handelt. Es ist ja nicht nur eine Erweiterung des Namens, sondern eventuell schon eine Info zum Lebensraum der Tiere. Also in den Listen halte ich es für nützlich, im Gespräch mit Fischfreunden reicht natürlich der Ortsname!



      Andi