Verliebt in Melanotaenia praecox

    • Verliebt in Melanotaenia praecox

      Hallo!
      Schon seit Langem habe ich mich in die wunderschönen Diamant-Regenbogenfische verliebt.
      Leider haben sie bisher nicht in meine Becken mit Kugelfischen und Zwergbuntbarschen gepasst (bzw. wurde mir bei letzteren von der
      Vergesellschaftung abgeraten).
      Ich bekomme sie aber einfach nicht aus dem Kopf. Daher habe ich mit viel Überredungskunst ein weiteres großes Becken in unserer Wohnung unterbringen können, das ich eigentlich diesen Schönheiten widmen möchte. :P Es wird reichlich Strömung haben, mit dicher Hintergrundbepflanzung und vorn freiem Schwimmraum auf 120cm Länge (360l). pH 7,0, GH 8 und KH 4 (sehr weiches Leitungswasser leicht aufgesalzen)
      Einige meiner Fragen wurden hier schon vor Monaten beantwortet, manche sind noch offen...

      1) Die vielen Negativberichte über Überzüchtung und Geschwüre habenmich bisher noch von den praecox abgehalten. Ich habe leider keine Ahnung, wo
      ich gute Nachzuchten herbekommen könnte. Haben die erfahrenen Regenbogenfischhalter dazu vielleicht eine Idee zur Beschaffung?

      2) Hält hier jemand diese Fische...und ist es wirklich so schlimm mit den zahlreichen Erkrankungen? Ich weiß, dass ich es nicht gut verkrafte, wenn meine Fische krank sind. Wenn es wirklich so ist, würde ich von ihnen absehen.

      zur Vergesellschaftung habe ich mir Folgendes vorgestellt:
      3) Garnelen (Amano oder ev. sogar Zwerggarnelen): ich gehe davon aus, dass die Schönen wohl die eine oder andere verspeisen werden. Aber meine Zwerggarnelen vermehren sich dank meiner Vorliebe für Moose eigentlich sogar in meinen Buntbarschbecken. Irgendwie kann ich nicht glauben, dass die Regenbögen noch wilder als ein ausgewachsenes Apistogramma-Männchen sein können, oder doch!?

      4) Bodenfische: würde gerne Corys oder Otos einsetzen, da ich die einfach liebe. Gäbe es da irgendwelche Probleme?

      5) ansonsten würde ich es bei den Regenbögen belassen. Wieviele könnten sich auf 360l wohlfühlen? M:W 1:2?

      6) zum Futter: ich halte eigentlich nicht so viel von Trockenfutter, daher bekommen meine Fische meist nur Frost- und mehrmals pro Woche Lebendfutter. Was kann man den Regenbögen denn noch als pflanzlichen Bestandteil anbieten?

      Vielen Dank für eure Hilfe schonmal!

      LG Liv

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Liv ()

    • Moin Liv,

      In unserem Regenbogenfisch-Kalender 2012 hatten wir ein tolles Foto:

      irg-nord.de/images/stories/kal…kalender2012_06_klein.jpg

      Die Regionalgruppe Nord trifft sich demnächst in Hodenhagen. Wenn sich hier niemand meldet, frag mal vorab beim Gruppenleiter Gert nach, wer ggfs. gerade Nachzuchten hat und auch zum Treffen kommt. Das wäre die beste Alternative zum Aquaristikhandel. Übrigens alternativ zu M. praecox gibt es seit wenigen Jahren auch den nah Verwandten M. rubrivittata...
      Grüße,
      Dirk
    • Dirk schrieb:

      Moin Liv,

      In unserem Regenbogenfisch-Kalender 2012 hatten wir ein tolles Foto:

      irg-nord.de/images/stories/kal…kalender2012_06_klein.jpg

      Die Regionalgruppe Nord trifft sich demnächst in Hodenhagen. Wenn sich hier niemand meldet, frag mal vorab beim Gruppenleiter Gert nach, wer ggfs. gerade Nachzuchten hat und auch zum Treffen kommt. Das wäre die beste Alternative zum Aquaristikhandel. Übrigens alternativ zu M. praecox gibt es seit wenigen Jahren auch den nah Verwandten M. rubrivittata...
      Hey Dirk!

      Wow, das Foto ist ja traumhaft schön. Das will ich auch in meinem Becken!! Die M.rubrivittata habe ich mir schon angesehen. Ich finde sie zwar hübsch, aber nicht so traumhaft schön. Ich weiß, dass die M. praecox für die Regenbogen-Züchter wahrscheinlich zu "Standard" sind, aber ich liebe einfach dieses schillernde Blau. Vergucke mich beim Tauchen auch immer in die blauen Fische. :love:

      Ich werde Gert mal anschreiben, aber leider muss ich an dem Tag arbeiten und kann daher nicht zu diesem Treffen fahren ||
    • Hallo

      Entschuldigt bitte meine kurze Ausschweifung im Vorfeld.

      Beim Diamant Regebogenfisch erinnere ich mich sehr gern zurück an meiner Meerwasserquaristikzeit mit dem einfachen "Standart" Besatz von Chromis viridis der grüne Schwalbenschwanz. Wenn die Gruppe über den Steinkorallen steht, damals noch unter HQI Beleuchtung und Osram 67 (beste Blaulichtröhre ever) es war ein farblicher Augenschmaus.
      Dass ich von sehr intensiven Farben verwöhnt wurde, steht außer Frage.

      Dennoch, der Diamant Regenbogenfisch ist für mich einer der schönsten. Wie das Kalernderbild sehr schön zeigt, ein sehr gut eingerichtetes Aquarium mit Diamantregebögen sieht schlichtweg schön aus.

      Gruß André

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Bogenschütze ()

    • So ist es. Es sind sehr nette und wunderschöne Fische. ich vermehre in den letzten 7 Jahren die Diamanten einfach selber. Bisher 2x also alle 3 Jahre. Ziehe sie liebevoll groß mit lebendfutter. Meine Älteste ist jetzt fast 6 Jahre alt. Darauf bin ich sehr stolz. Klar sind da auch immer schwächere bei im Kinderbecken. Dabei bedenke ich, dass es keine natürliche Auslese gibt, in so einem Becken wenn alle Eier schlüpfen. Ich habe nicht den Anspruch, dass alle Fische durchkommen sollen, das ist ein viel zu hoher Anspruch für mich. Ich erkenne es ja schon daran das einige einfach schneller fressen und auch schneller wachsen als andere! Obwohl sie zur selben Zeit geschlüpft sind von den gleichen Eltern. Mir ist aufgefallen, dass einige nach dem ersten Jahr Geschwüre bekommen, knubbelig an der Seite, einige brechen auf. Dazu neigen die Diamanten, habe ich bei Johannes gelesen und der hat sicherlich welche die nicht " Inzucht" geschädigt sind. Ich kann es bestätigen.

      Diese Fische sind Jäger aber sie werden ja auch gejagt, (davon gehe ich aus nach ihrem Verhalten zu Urteilen und wenn ich mir ihre Biotope genau anschaue ) d.h. Die kränklichen oder Schwächeren überleben nicht lange in der Natur. Wie soll ich die gesunden schützen in einem Becken wenn ich mich ständig um die schwächlichen kümmern muss und sie mit Medikamenten behandeln muss?
      Ich fange die Kranken raus und sie bekommen eine Behandlung (30 min. In einem Antibiotikum Wasserbad 3x täglich über 1 Woche.) Wenn es nicht besser wird erlöse ich sie, nachdem ich sicher gegangen bin, dass es keine Parasiten sind oder ähnliches sind, was durch ein Wurmmittel oder leichtes Aufsalzen mit Erlenzäpfchen behoben ist. Es macht mir ganz bestimmt keinen Spaß die schwächeren die rumkränkeln zu erlösen und ich begrabe sie im Garten. Aber ich sehe mich ja auch für das Ganze Becken verantwortlich, so wie der Jäger für den Wald, wo es kaum noch natürlichen fressfeinde gibt. Nun kann man sich moralisch darüber Streiten aber da halte ich mich raus. Ich erfreue mich täglich an meinem diamantenen Becken.
      Die zu vielen verkaufe ich. Und gebe den neuen Besitzern immer 2-3 mehr mit, weil es nun mal so ist, dass nicht alle den Stress des Umzuges vertragen und es eben immer schwächere dabei gibt. Aber dafür sind sie nicht mit allen möglichen Parasiten befallen aus aller Welt, die sich in den Schaubecken der Baumärkte tummeln.

      Was ich dann nur meistens enttäuschen finde ist, wenn die Leute keine 3,50€ für diese Fische zahlen wollen, mit dem Argument, dass es sie im Baumarkt ja für 2,50 gibt. Zur Zeit habe ich noch ca 10 Stück abzugeben, alle älter als 1 Jahr. Wer mag sie haben?

      Soweit meine bescheidene Meinung zu den Diamanten. Beste Grüße Sula

      250 Liter Aquarium mit ca. 30 diamentan und einigen Bodenfischen wie rosi schmerlen, Grundeln und hexenwelsen