Iriatherina Werneri und L-400

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • Iriatherina Werneri und L-400

      Guten Morgen :)

      Ich bin Logan und hier gelandet, als ich über den wunderschönen filigranen Regenbogenfisch nachgeforscht habe.

      Ich bin brav dem Ratschlag des Forums gefolgt und habe mir die grundlegenden Haltungsbedingungen der R.Fische durchgelesen, aber das macht für mich die ganze Sache nur um so verwirrender.
      Auf 5 verschiedenen Seiten bekomme ich 5 verschiedene Angaben zu den Haltungsbedingungen, Beifischen und ähnliches.
      Das Einzige, wo sich alle einig waren, waren Pflanzenverstecke, feines Futter sowie ruhiger Beibesatz.

      Wie komme ich auf die wunderschönen I. Werneri?

      Ich möchte mir ein 'Welsbecken' für meine 3 L-400 einrichten (160L - 1m Kantenlänge) um hoffentlich Nachwuchs zu bekommen.
      Aufgrund der etwas höheren Temperatur (28°C) bin ich durch Aquarium-Guide.de über die Werneris gestolpert und schlage mich nun schon seit 3 Stunden mit diversen Foren und anderen unhilfreichen Seiten rum.
      Zu guter Letzt bin ich schließlich hier gelandet und dacht mir wenn mir jemand helfen kann dann eine Seite, die sich auf diese Tiere spezialisiert hat!

      Nun also die Frage an euch, ob ich diese Tiere zusammen mit meinen (ruhigen) Welsen halten kann, da etwas Farbe im Becken schon schön wäre.
      l-welse.com/reviewpost/showproduct.php/product/415

      So möchte ich das Becken aufbauen:

      - Ein drittel des Beckens wird mit weißem Sand gefüllt (wahlweise auch dunkel - in einem der vielen Berichte stand die Werneris würden dunkel bevorzugen)
      - Abtrennung mit Moos o.ä. bepflanzt
      - schwarzer Quarzkiesbereich der zur Seite und nach hinten ansteigt, dieser wird dicht bepflanzt und mit Wurzeln und Welshöhlen vervollständigt.
      - -> Im Prinzip sollen die Pflanzen zum Sand hin Flacher auslaufen, dort ist komplett frei, im Vordergrund beim Kiesbereich auch, bzw. kleine Pflanzen.

      Zu unseren Wasserwerten (Leitung - Trinkwasseranalyse vom 1.3.2017):

      Carbonathärte: 2,34mmol
      Gesamthärte: 13,1°dH
      pH-Wert: 7,59
      Nitrat: 15,7 mg/l
      Nitrit: <0,02 mg/l

      Eventuell kommen noch Dornaugen hinzu, die sich aber wohl die meiste Zeit im Sandbecken tummeln würden.

      Bisher habe ich noch nie an den Wasserwerten 'herumgespielt', da es nicht nötig war, bei den I. Werneri scheint es aber angebracht zu sein, oder nicht?

      Ich hoffe, jemand kann mir weiter helfen!

      LG,

      Logan

      PS: Bin seit ca. 4 Jahren 'rückfälliger' Aquarianer, pflege zur Zeit 3 Becken, 2 x 60l mit Bettas und ein 260l Gesellschaftsbecken mit Lebendgebärenden, R.Neons, C. Sterbai und eben meine 3 L-400 :)
    • Ich habe jetzt beschlossen meine eigenen Erfahrungen zu sammeln und mir gestern 6 Werneris gekauft.

      Der Grund dafür war, dass ich ein Weibchen entdecken konnte und wollte diese Chance nicht verpassen.
      Es gab auch ein zweites Weibchen, welches in einem erbärmlichen Zustand war / ist und ich habe sie geschenkt dazu bekommen (ich kenne den Verkäufer ^^).


      Ich nutze jetzt mal diesen Blog dafür um meine Erfahrungen mit der schönen Art nieder zu schreiben :)



      Ich besitze jetzt 4 Männchen und 2 Weibchen.

      1 Weibchen ist sichtlich abgemagert oder anderweitig krank
      1 Männchen (das größte und prächtigste) ist beim Händler aus dem Netz gesprungen und auf dem Fußboden gelandet. Nach ca. 1 Minute war er wieder im Wasser. Ich entschloss mich ihn trotzdem mitzunehmen.

      Es wurde mir gesagt, dass es Wildfänge sein 'könnten'.

      Dafür spricht z.B. die unterschiedliche Flossenfärbung - bei einem der Clubmitglieder hier habe ich eine derartige Flossenvielfalt gesehen mit der Anmerkung, dass diese aus unterschiedlichen Fang Gebieten stammen.
      Dazu konnte man mir leider keine Auskunft geben, werde aber hier Fotos anhängen, sobald ich Gute habe.
      Vielleicht kann mir ja doch der eine oder andere helfen.


      Ich beeilte mich mit den Tieren nach Hause (S-Bahn, ich besitze kein Auto) und befürchtete schon das Schlimmste, da man ja viel davon liest, wie empfindlich die Werneris sind.


      Rasch bereitete ich meinen 10l Aquariumeimer vor.
      Ich stellte ihn in eine dunkle Tüte (er ist weiß und wollte es den Fischen so ruhig wie möglich machen).
      Den offenen Beutel klemmte ich unter den Henkel des Eimers und begann mit der Tröpfelmethode die Fische langsam umzugewöhnen.

      Zuvor habe ich noch etwas Wasseraufbereiter in das Becken gegeben (ist ein eingefahrenes 60l, wird normalerweise nur mit Leitungswasser betrieben), da ich nichts riskieren wollte und gab 3 Catappablätter hinzu.

      Die Fische rührten sich nicht und ich musste den letzten etwas suchen, er stand unter einer Plastikfalte.

      Nach ca. einer halben Stunde entließ ich sie in den Eimer in dem ich dann eine langsam laufende Luftpumpe anschloss.
      Wahrscheinlich unnötig, ich wollte jedoch kein Risiko eingehen.
      Zudem deckte ich ihn noch mit einem dunklen Küchenbrett ab.

      Nach anfänglicher Aufgeregtheit beruhigten sich die Tiere rasch wieder und sie verblieben im Eimer bis dieser sich zu ca. ein Drittel mit meinem Aquariumwasser gefüllt hatte.

      Ich bemühte mich die Tiere schonend umzusetzen und ließ den Käscher langsam ins Wasser gleiten. Mit meiner Hand führte ich sie langsam in Richtung Fangnetz und hatte beim ersten Anlauf gleich 4 im Netz. Beim zweiten Mal hatte ich die restlichen Tiere.



      Die Fische atmeten sehr schnell und standen erst einmal 'geschockt' unter den Pflanzen.

      Ein Männchen, das einzeln auf der Seite stand traute sich nach einer guten Viertelstunde zumindest einen 5 cm Radius abzuschwimen.
      Nach einer weiteren Weile bewegte er sich weiter vor und ein anderes Männchen schloss sich ihm an.

      Nach ca. 30 Minuten hatten sich alle Tiere gefunden und blieben von da an in dem Pulk und verließen ihre Deckung, auch wenn sie immer noch sehr aufgeregt schienen.


      Sie hielten sich anfangs auch gerne an der Wasseroberfläche direkt unter einem schwimmenden Seemandelbaumblatt auf.

      Dann war Essenszeit und die Fische hatten erstmal ihre Ruhe.
      Ich hoffte, dass sie sich so weit beruhigen konnten, dass ich sie am selben Abend noch füttern konnte.
      Im Händlerbecken waren mir nämlich große Brocken Frostfutter aufgefallen, an denen die Werneris pickten und ich wollte ihnen was gutes tun - besonders meinem 'abgemagerten' Mädel.

      Der Verkäufer meines Vertrauens hatte mir nämlich noch Copepoden empfohlen, die viel Omega3 enthalten und anderes, was ich schon wieder vergessen habe.

      Als ich später wieder nachschaute, hatten sich die Tiere schon mehr beruhigt und ich wollte es wagen sie zu füttern.
      Ich wusch die Copepoden in einem Artemiensieb und gab sie ins Wasser. Die Werneris flüchteten rasch nach hinten, kamen aber sehr schnell zurück, als sie sahen, dass es Futter gab.

      Ziemlich schnell hatten sie alles zusammengefressen und ließen es sich nicht nehmen jedes Schwebeteilchen was ihnen vor die Nase kam zumindest einmal anzukauen nur um es dann wieder auszuspucken.


      Nach 3 weiteren Stunden beschloss ich eine halbe Welstablette zu füttern.
      Mein Gedanke war, dass meine 2 C. Panda beim fressen eventuell etwas von dem feinen Futter aufwirbeln würden und meine Werneris noch etwas abbekommen würden und so war es auch!
      Sie hielten sich direkt hinter den Welsen auf und warteten, dass Futter vorbeikam.

      Kurz darauf löschte ich erstmal das Licht und hoffte das Beste für den nächsten Tag.
    • Tag 1 im neuen Zuhause



      So gegen 14 Uhr schaltete ich das Licht bei den Becken in der Küche an.
      Im Moment mach ich es manuell, da ich je nach Wetter (Hitze) bei uns die
      Beleuchtungszeiten verkürze.


      Zunächst zeigten sich die Tiere etwas erschrocken und ich zählte nur
      rasch nach (die abgemagerte Dame hab ich erst nach einigem Suchen
      gefunden) und ließ sie erstmal in Ruhe.


      Ab und an stahl ich mich in die Küche um sie zu beobachten.


      Schon nach relativ kurzer Zeit konnte ich eines der Männchen beim balzen
      um das gesunde Weibchen beobachten. Ich übernehme mal das englische
      'flickering' und nenne es einfach mal 'flickern' im deutschen.


      Meine Männchen unterscheiden sich farblich (noch) sehr stark.
      Es war eines der kleineren mit intensiv rot gefärbter Flosse (Super Red)




      (Screenshot vom Video)



      Kurz die Flossenverlängerungen, damit man weiß wovon ich rede:


      Zitat:


      • "die 1. Rückenflosse (Dorsale) der Männchen ist sehr hoch (wie eine Fahne), gelblich gefärbt und weist vertikale, rote Striche auf. Die 2. Rückenflosse, die Schwanz-, After- und Bauchflossen besitzen langezogene, fadenförmige Auswüchse, die großteils dunkel eingefärbt sind"


      Quelle: http://www.fischlexikon.eu/fischlexi..._id=0000000723


      Anbei ein Foto von Bernd Jung auf seiner Website: iriatherina-werneri.com/)


      Meine Unterscheiden sich im Moment wie folgt (anhand der Flossen in Ruhestellung):


      1 m, vermtl. ausgewachsen, gelbe Dorsalen - Fäden am Rücken
      Schwarz-Gelb, die anderen 'Fäden' sind Schwarz, bauch rot, längsstreifen
      im Körper sichtbar, keine Färbung der Schwanzflosse, unterer
      Schwanzflossenstrahl verkürzt (er ist derjenige, der aus dem Netz
      gesprungen ist, vermutlich kommt es daher) - im folgenden als ALPHA bezeichnet



      Name: Alpha.jpg

      Edit: Anhand der Bilder habe
      ich gerade gesehen, dass er den unteren Schwanzflossenstrahl bei mir
      noch hatte (unteres Bild) - er muss sie sich also bei mir abgerissen
      haben.



      1 m, vermtl. ausgewachsen, gelbliche Dorsalen und auch die Fäden sind
      hellgelb, Bauch leicht rot, keine Färbung der Schwanzflosse - im
      folgenden als BETA bezeichnet



      Name: Beta.jpg



      1 kleineres m, Rot-Gelbe Dorsalen, Fäden oben gelblich - unten
      schwarzgelb, die äußere Kanten der Schwanzflossen sind leuchtend Rot -
      im folgenden als RED bezeichnet



      Name: Red.jpg



      1 kleineres m, Rot-Gelbe Dorsalen, Fäden oben gelb - unten schwarzgelb,
      Schwanzflossen fast komplett leuchtend Rot - im folgenden als SUPER RED bezeichnet



      Name: Super-Red.jpg





      Kurz stellten auch ab und an zwei andere Männchen immer mal wieder die
      Flossen auf und drohten sich gegenseitig, griffen sich aber nicht an.


      Mir fiel auf, dass ALPHA sich immer wieder von den anderen absonderte und sich im freien Schwimmraum aufhielt.
      Werneris sind ja eher Gruppen- als Schwarmfische und betrachtete dieses Verhalten als normal.
      Die anderen waren mehr in einer kleinen Gruppe unter den Pflanzen
      unterwegs, schwammen aber auch mal in Alpha's Richtung, besonders beim
      balzen.


      Alpha schien sich hier ein kleines Territorium eingerichtet zu haben und
      drohte den anderen mit abgespreizten Flossen, teilweise schwamm er den
      anderen Männchen auch nach und schnappte nach ihnen.


      Da diese kleinen Reibereien nicht sonderlich grob verliefen gab es kein Grund für mich einzuschreiten.


      Es gab eine längere Beleuchtungspause heute (von 16-20 Uhr).
      Normalerweise sind meine Becken immer durchgehend beleuchtet, aber ich
      wollte die Temperatur nicht unnötig in die Höhe treiben.


      So gegen 21 Uhr wurde mit Tiefkühl Cyclops gefüttert.
      Es schien ihnen nicht sonderlich gut zu schmecken, da es oft wieder ausgespuckt wurde.
      Meiner Meinung nach haben ihnen sogar die Welstablette besser
      geschmeckt, doch aus Angst vor Überfütterung habe ich sie heute
      weggelassen.


      Dem kranken Weibchen geht es immer schlechter.
      Sie jappst nach Luft und kippt schon zur Seite - sie wird die Nacht vermutlich nicht überstehen.


      Des weiteren habe ich heute noch eine Luftpumpe angehängt.
      Mein Filter (Wasserfallpumpe) zickt gerade massiv rum und bei den hohen
      Temperaturen hatte ich Angst, dass die Tiere evtl. unterversorgt sein
      könnten.



      Die Planungsphase für das 160l Becken in das sie kommen sollen läuft, am
      Freitag hole ich einen gebrauchten Eheim Außenfilter. Der Innenfilter,
      der bei dem Becken dabei war, trau ich eine vernünftige Filterung nicht
      ganz zu.


      Kies und eine Wurzel sind auch schon da, fehlt im Moment noch der Sand für den Welsbereich.
      Für Schwimmpflanzen hab ich mich auch schon bei jemanden gemeldet und ich warte darauf bis derjenige wieder welche hat.


      Das war es erstmal für heute



      Gesamtansicht des derzeitigen Beckens:






      ______________


      PS: Ja, mir war kreuzlangweilig und ich glaub kaum dass das hier überhaupt wer liest... =D
    • Tag 2 im neuen zu Hause

      Heute habe ich das Licht erst gegen 16 Uhr angeschaltet – um ehrlich zu sein, ich habe lange geschlafen.
      Das Wasser hat heute mal ‚nur‘ 28°C, trotzdem öffnete ich erst einmal die Aquarium Abdeckung um dem Aufheizen etwas entgegen zu wirken. Man muss dazu sagen, ich hab noch zwei sehr neugierige Katzen und ohne Aufsicht kann ich es daher nicht lange so lassen.

      Erst mal blickte ich in ein leeres Becken, doch schon nach relativ kurzer Zeit kamen die ersten drei (das Weibchen sowie Beta und Super Red) nach vorne und Beta fing sofort an das Weibchen anzuflickern (siehe Video).

      youtu.be/tdS4e4el6kM


      Kurz zu dem Weibchen (nennen wir es ab jetzt einfach mal ‚VENUS‘ – das ist irgendwie passend):

      Wie das bei Fischen ja meistens der Fall ist, fallen die Weibchen schlichter aus, doch ich muss sagen, dass die Werneri Weibchen im Vergleich mit zum Beispiel einem Guppy einen gewissen Charme besitzen (ich spreche natürlich keinem Guppy seine Daseinsberechtigung ab )
      Die Männchen, als auch die Weibchen haben neben ihrem ebenfalls leuchtend reflektierenden Auge einen weiteren leuchtenden Punkt auf dem Kiemendeckel. Das ist aus der Ferne betrachtet manchmal etwas irritierend, da es aussieht als schauten einen ein Augenpaar an – ähnlich einer Flunder, nur das die Augen statt übereinander, nebeneinander sind.
      Auch ihr Körper schimmert bläulich-silber, manchmal auch gelblich-silber – je nach Lichteinfall.
      Venus hat an der Dorsale und Bauchflosse ebenfalls einen etwas verlängerten Flossenstrahl, der Schwarz wirkt sowie einen leichten aber leuchtenden Rot Schimmer im Schwanzflossenansatz und dem unteren Schwanzflossenstrahl.




      Auf den Foto's kommt ihre Färbung leider gar nicht so gut zur Geltung - man erkennt aber, dass sie je nach Winkel anders gefärbt ist.


      Alles in Allem glaube ich, dass die Weibchen in dem neuen Becken richtig gut zur Geltung kommen werden und nicht nur ein Beiwerk a la „Ich-muss-ja-welche-haben-weil-artgerecht-und-so“ sind.
      Hoffentlich bekomme ich dann auch welche bei dem Fischdealer meines Vertrauens – im Internet bestellen möchte ich diese Fische unter gar keinen Umständen.



      Nach einer kurzen Weile gesellte sich Red zu den dreien und Super Red begann den anderen Jungs zu drohen und flickerte weiter Venus an.

      Ab da stellte sich mir die Frage, ob sie durch die Jungs nicht möglicherweise zu sehr gestresst oder bedrängt wird – denn optimal ist die Geschlechterverteilung sicher nicht.
      Dazu kurz ein Auszug aus Adrian R. Tappin’s Online Buch:

      Zitat: “Small schools of females and juveniles can be seen moving slowly through the water while the more mature males display around them.” Zitat Ende
      (http://myweb.tiscali.co.uk/hounslowf...nbowfishes.pdf, S.202 links, Mitte)

      Für mich klingt es so, als ob die Weibchen die meiste Zeit eher unbeeindruckt von dem Tun der Männchen ihre Runden drehen und erst darauf eingehen wenn sie zur Paarung bereit sind.
      Das würde sich mit meinen Beobachtungen decken-.
      Venus schwimmt so vor sich hin – begleitet von den Männchen – und schnappt nach einigen Luftblasen, da sie denkt es ist etwas zu Futtern. Ihr verhalten würde ich als 'gechillt' bezeichnen, auch die Atmung ist ruhig. Das ist nichts im Vergleich zu gestressten Guppy- oder anderen Lebendgebärenden Weibchen!

      Auch bei den Guppy’s gibt es unterschiedliche Ansichten, was die richtige Geschlechterverteilung angeht.
      Standardgemäß kommt ein Männchen auf mehrere Weibchen, aber ich habe auch schon den Ansatz gehört es genau umgekehrt zu machen, damit sich die Weibchen das Männchen aussuchen können.
      Wenn ich so an meine Guppy’s zurückdenke, halte ich das aber immer noch für keine gute Idee – bei den Werneris könnte es aber durchaus hinkommen, aber das ist nur Spekulation meinerseits.

      Damit die Männerwelt nicht zu kurz kommt:
      Ich halte auch die Männchen für nicht gestresst. Sie versuchen die Aufmerksamkeit des Weibchens auf sich zu ziehen und drohen sich kurz gegenseitig – greifen sich aber nicht an.
      Meist ist es ein Männchen, das flickert – dieses ist es dann auch welches den anderen droht. Kurze Zeit später ist es anderer und verhält sich genauso.

      Die einzige Ausnahme bildet immer noch Alpha – er schnappt ab und an nach den anderen Männchen. Ich glaube, er meint er ist der Chef im Becken. Zugegeben – er ist mit der Prächtigste.




      19.00 Uhr

      Gerade eben habe ich den traurigen Überrest von dem abgemagerten Mädel gefunden.
      Ich hatte es ja gestern schon angedeutet, dass sie die Nacht wohl nicht überstehen würde und das hat sich nun bewahrheitet.


      Später habe ich Beta nicht gefunden und ihn ungelogen eine viertel Stunde im Becken gesucht – ohne Erfolg.
      Als ich dann nach einer weiteren Weile fütterte (Lebendfutter, Copepoden die im Moment in einer kleinen Kaffeekanne im meinem Kühlschrank leben) war er schon wieder mit den anderen unterwegs.

      Über den Tag verteilt fiel mir auf, dass sie verschiedene ‚Phasen‘ durchlaufen.
      Kurz nach dem Licht einschalten wird gebalzt, dann sich eine Weile in den Pflanzen aufgehalten und schwer ausfindig zu machen, wieder eine kleinere Schwimmphase und gefolgt von erneutem Verstecken.
      Natürlich saß ich nicht den ganzen Tag davor, aber es war auffällig, dass sie mal ganz aktiv vorne ohne Deckung schwammen – dann wieder komplett verschwunden waren.

      Das Highlight für sie ist definitiv die Fütterung – sie sind dann auch kaum zu erschrecken und man kann sie in Ruhe beobachten.
      Wenn sie sich erschrecken (wenn ich mal an die Platte stoße, auf der das Becken steht) stellen die Jungs kurz ihre Flossen auf – nicht jeder ist gleich schreckhaft.


      Das war es erst mal für heute. Morgen bin ich den ganzen Tag in der Arbeit und werde sie in die Obhut meiner Freundin geben.
      Laut meiner Anweisung wird morgen nur eine Welstablette gefüttert.


      Gute Nacht und danke fürs lesen
      [/quote]