Pech mit Diamantregenbogenfischen

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    • Pech mit Diamantregenbogenfischen

      Hallo,

      ich pflege in meinem 260 l Becken seit Herbst Diamantregenbogenfische Melanotaenia praecox. Ich finde diese Fische wunderschön und sie sind auch aktiv im Becken, fressen gut, allerdings hatte ich schon viele Verluste ohne so richtig zu wissen warum.... Ich habe schon 2x welche nachgekauft, und von insgesamt 15 sind nur noch 5 übrig. Bei einem habe ich einen Tumor gesehen, ein anderer hatte nur eine halbe Schwanzflosse (er konnte damit zwar trotzdem schwimmen, ist aber dann auch leider gestorben). Die restlichen waren quasi von heute auf morgen tot.
      Die Wasserwerte liegen bei GH 13, KH 10, pH ca 7,4, Temperatur 24-25 Grad. Weiterer Besatz besteht aus vielen Endler Guppys (da versuche ich gerade zu reduzieren, hab jetzt z.B. die meisten Weibchen in ein anderes Becken umgesiedelt, 2 ausgewachsene Ancistrus, 10 Panda- Panzerwelsen, 12 Bitterlingsbarben und 5 Trauermantelsalmlern.
      Der Filter ist gut , ein Eheim professionel 3 .Teilwasserwechsel alle 14 Tage ca. 30%
      Ich habe mir zwar jetzt geschworen nach diesen 5 verbliebenen Diamanten keine mehr nachzukaufen, aber es wäre wirklich sehr schade, weil sie mir wie gesagt sehr gefallen :(
      Was könnte hier falsch laufen?
    • Servus,

      erstmal Willkommen im Forum.

      Es ist immer schwierig, Diagnosen aus der Ferne zu stellen. Man könnte argumentieren, dass das Wasser zu hart und zu alkalisch wäre für diese Art im Vergleich zur Natur, aber da es sich um Nachzuchten in der (gefühlt) 1.000sten Generation handelt, spielt das garantiert keine Rolle.

      Wenn Du die Fische aus dem Handel hast, muss man leider festhalten, dass die Qualität der praecox dort zum Teil fürchterlich ist, weil es sich um extreme Massenzuchten handelt. Aber auch da gibt es Unterschiede. Es könnte aber auch sein, dass eine bakterielle Infektion vorliegt, auf die die praecox wie viele Regenbogenfische sehr empfindlich reagieren. Und wenn ich mir den Besatz so ansehe (15 praecox plus 30 weitere Fische plus viele Guppys), dann will ich das ehrlich gesagt nicht ausschließen.

      Aber wie gesagt, Diagnosen aus der Ferne...

      Gruß
      Gunnar
    • Ja, es stimmt, in dem Becken sind ziemlich viele Fische, ich versuche seit einiger Zeit auch schon zu reduzieren (habe wie gesagt die meisten Guppyweibchen rausgeholt). Und es sind ja auch fast alles ziemlich kleine Arten, nur die beiden Antennenwelse sind schon recht groß. Das Becken an sich läuft mit fast diesem Besatz (ausser den Regenbogenfischen) auch schon seit 5 Jahren stabil.
      Die Praecox waren eigentlich nie 15 auf einmal, denn es sind immer ziemlich schnell welche gestorben, und ich hatte dann nachgekauft. Ich habe sie tatsächlich nur einmal aus dem Aquaristikhandel geholt, die anderen waren von privaten Züchtern bzw. Haltern (eine Dame sagte mir, sie habe sie selbst auf einer Messe gekauft).
      Den anderen Fischen geht es gut, keine Krankheitsanzeichen. Kann es sein, dass Diamantregenbogenfische generell eher empfindlich und anfällig sind, z.B. bei Stress durch Umsetzen oder Wasserwechsel?
    • Trillian wrote:

      Kann es sein, dass Diamantregenbogenfische generell eher empfindlich und anfällig sind, z.B. bei Stress durch Umsetzen oder Wasserwechsel?
      Sie stammen nach meiner Kenntnis alle aus der Nach- und Inzucht von wenigen Wildfängen. Sie gelten als oft recht anfällig und hinfällig. Der Stress in deinem Becken kommt aber wohl am ehesten von der "Fischsuppe" in dem 260-l-Becken, das gemessen an dem Besatz ja auch nicht gerade üppig ist. Evtl. ist dort auch der Keimdruck hoch, aber wie Gunnar schon geschrieben hat, sind Ferndiagnosen schwierig. Ich würde bei einer solchen Todesrate keine M. praecox mehr nachsetzen, auch wenn das für die 5 Hinterbliebenen nicht optimal ist.

      Gruß

      Wolfgang
    • Ja, so habe ich mir das jetzt auch vorgenommen. Diese 5 sind die letzten, danach kommen keine mehr, so schade das auch ist :( Evtl. wird der Streß auch weniger wenn die Guppys noch weniger werden. Die Welse sind denke ich kein Problem, die halten sich ja fast nur am Boden auf und sind auch viel versteckt und kommen den Regenbogenfischen nicht in die Quere.
    • Hallo Trillian,

      ich hatte die gleichen Probleme. Die Fische sind einer nach dem anderen gestorben. Bis es nur noch ein Männchen und ein Weibchen waren.

      Ich hatte mich dann gegen den Rat des Verkäufers bei Hellweg dazu entschieden, ein Medikament gegen verschiedene Krankheiten zu benutzen. Das hatte das Wasser grün gefärbt. Die beiden haben dann überlebt und Eier gelegt, das Weibchen ist dann auch gestorben.

      Die Babyfische hatten das Problem nicht mehr. Auch sie haben sich vermehrt solange ich wollte.

      Ich habe jetzt einen kleinen Schwarm der sich wohlfühlt.

      Viele Grüße, Sebastian